Sonntag, 30. Mai 2010

Heiß heiß baby

oh, was für eine wohltat! ich fühle mich wie neugeboren. heute war ich im onsen (im ooedo-onsen-monogatari im viertel daiba in tokyo), ein japanisches bad mit heißer, natürlicher quelle. das wasser dieser quelle wird aus 1.400 meter tiefe nach oben gepumpt. es gibt dort verschieden tiefe becken, die mit unterschiedlich heißem wasser gefüllt sind. und darin kann man sich dann so lange aufhalten, wie es angenehm ist. es gibt einen innen- und einen außenbereich. ein kaltes becken sowie eine sauna. draußen ist das heiße wasser mit einer schönen steinlandschaft umrandet oder befindet sich in holzbottichen, in die man gerade zu zweit passt. bei uns schwappte das halbe wasser aus dem bottich, als wir uns reingesetzt haben. wir hatten doch etwas mehr volumen als die zierlichen, kleinen und mageren japanerinnen.... interessant war auch festzustellen, dass die bei uns doch sehr verbreitete komplettrasur in japan noch nicht angekommen zu sein scheint. natur pur, wo man hinsah. und ja, japanerinnen (über die männer kann ich nichts sagen, weil onsen geschlechter getrennt sind) haben tatsächlich gerade schamhaare. sehr aufschlußreich!
wenn man in ein onsen geht, gilt: schuhe aus! diese werden noch am eingangsbreich in dafür vorgesehene schränke mit schlüssel deponiert. erst dann kauft man ein ticket. als nächstes kann man sich einen yukata (eine art morgenmantel) mit gürtel aussuchen. weiter geht es in die umkleidekabinen. in unserem onsen gab es ein glück eine broschüre, in der erklärt war, was man machen muss und wie man sich den sehr langen gürtel um den yukata bindet. außerdem stand darin, dass man die unterwäsche an lassen soll. das kam uns ein wenig komisch vor, allerdings nur so lange, bis wir, umgezogen in unserem yukata, in den nächsten raum traten. es war nicht das onsen, wie gedacht, sondern ein rummelartiger bereich mit kleiner fressmeile, shoppingmöglichkeiten, aktivitäten (wie pfeil und bogen schießen) und massagen. alle flitzen da im yukata herum. alle barfuß. der schlüssel des umkleideschrankes, den man am handgelenk trägt, ist mit einem barcode versehen, so dass man in dem vergnügungsbereich alles mit diesem code bezahlen kann. erst am ende des onsen-besuches, beim rausgehen, wird bezahlt. sehr praktisch. das eigentliche bad befindet sich ganz am anderen ende.  hier gibt es wieder umkleidekabinen, in denen man nun seinen yukata ablegt. dann waschen und dann heiße quelle. perfekt für einen familienausflug, denn da ist für jeden was dabei. entspannung oder trubel!

Freitag, 28. Mai 2010

一 (ichi), 二 (ni), 三 (san), 四 (yon), 五 (go) Beobachtungen:

1. japaner scheinen alle ein klapphandy zu besitzen. sicherlich liegt es an dem sehr großen display, auf dem man während der u-bahnfahrt sms schreiben, spiele spielen, filme gucken oder zeitung lesen kann. in tokyo telefoniert so gut wie niemand in der u-bahn und wenn, dann nur peinlich berührt und sehr leise hinter vorgehaltener hand. dafür klappen aber alle sofort ihr handy auf, sobald sie die u-bahn betreten und starren hinein.


2. u-bahnwagons und bahnsteige und überhaupt alles in tokyo ist unglaublich sauber. es gibt keine schmierereien oder verkratzte fensterscheiben, keinen herumliegenden müll auf der straße (obwohl es in tokyo so gut wie keine mülleimer zu geben scheint), keine heruntergerissenen poster, keine ausgespuckten und festgetretenen kaugummies auf dem boden, keine hundekacke auf dem gehweg. warum schaffen das 34.471.652 menschen in tokyo? und warum bitte schön schaffen wir das nicht? das kann doch nicht so schwer sein!


3. das verbeugen der japaner ist eine sehr nette angelegenheit, wie ich finde, und auch ich verbeuge mich mitlerweile, wenn sich wegen mir jemand verbeugt, und sage dabei tausend mal danke. bestimmt erwische ich nie den richtigen verbeugungswikel, aber meine bemühungen werden höflich und freudig zur kenntnis genommen. bisher ist es mir allerdings nicht gelungen, eine wirkliche regel herauszufinden, wann man mit dem verbeugen wieder aufhört, denn ich habe schon oft japaner beobachtet, die sich schon verabschiedet hatten, aber immer wieder anfingen sich zu verbeugen – nacheinander. vielleicht will jeder der letzte sein, der sich vor dem anderen verbeugt hat?!


4. tokyo ist eine unglaublich volle stadt. es wuseln menschen überall herum. aber ich muss sagen, dass mir diese fülle nicht unangenehm ist, da jeder mensch, der hier lebt, eine kleine private unsichtbare schutzblase um sich herum zu haben scheint. einen respek-radius, wie ich ihn nenne, der von allen eingehalten wird. so ist auch das übelste gedränge trotzdem auszuhalten, weil einem die menschen hinter oder vor einem nie unangenehm auf die pelle rücken. das habe ich in anderen ländern schon ganz anders erfahren. 


5. japaner scheinen alle chronisch überarbeitet zu sein. denn alle businessmänner schlafen sofort ein wenn sie in der ubahn sitzen. sie schlafen tief und fest. manchmal schläft die ganze reihe, die mir gegenübersitzt. und das komische ist, sie scheinen immer im richtigen moment wach zu werden, wenn sie aussteigen müssen. vielleicht ist es aber auch nur der berühmte power-nap, der nach 6 oder 10 oder 12 minuten vorbei ist, genau dann, wenn auch der richtige bahnhof erreicht ist. timing ist alles, würde ich sagen. 

Donnerstag, 27. Mai 2010

忠犬ハチ公 – Hachikō...

...der treueste hund der welt. eine wahre japanische geschichte. hachikō ist ein akita-hund (eine der ältesten hunderasse der welt). 
1924, mit zwei monaten, kam hachikō in die familie von professor hidesaburō ueno. jeden morgen fuhr der professor mit dem zug vom bahnhof shibuya, in tokyo, zur arbeit. hachikō brachte ihn zum bahnhof und holte ihn jeden nachmittag gegen 16 uhr wieder ab. im mai 1925, als hachikō 2 jahre alt war, starb der professor mit 54 jahren an einem herzinfarkt, doch hachikō kam weiterhin jeden nachmittag, um den professor vom bahnhof abzuholen. 9 jahre lang. jeden nachmittag, zur selben zeit, ganz vergeblich – bis er selber starb. hachikō wurde zum inbegriff von treue und loyalität und es gibt kaum ein kind in japan, das die geschichte hatchikōs nicht kennt.
eine bronzestatue wurde zu seinen ehren am bahnhof shibuya errichtet – an der stelle, an der hachikō immer auf sein herrchen gewartet hat. heute ist diese statue ein beliebter treffpunkt.
nach seinem tod wurde hachikō präpariert und so kann man ihn noch heute im national science museum in tokyo bewundern.


ich erinnerte mich an den film mit richard gere. "hachiko - eine wunderbare freundschaft", den ich mir damals nicht angesehen hatte. das musste nachgeholt werden! doch leider stellte sich der film als derbe enttäuschung heraus. der film spielte nicht in tokyo, wie angenommen, sondern wurde in eine amerikanische kleinstadt transportiert; und die "spannung" des wartenden hundes vor der station steigerte sich in unerträgliche langeweile. süßer hund. ja. aber ein kurzfilm hätte es auch getan!

Dienstag, 25. Mai 2010

fischers fritze fischt frische fische, frische fische....

ich bin tatsächlich um 5 uhr aufgestanden, um auf den berühmten tokyoer tsukiji fischmarkt zu gehen. ich wollte gucken, wo der fisch für das leckere sushi verkauft wird. an der u-bahn station tshukijishijo steigt man aus und folgt einfach dem fischgeruch, der sich schon unten im bahnhof breit gemacht hat. der fischmarkt ist riesig und es herrscht ein wildes, arbeitsames treiben. als touri ist man ein bisschen im weg und muss aufpassen, dass man von den merkwürdig aussehenden, tonnenartig- gesteuerten kleinen transportern nicht über den haufen gefahren wird. links ist fisch und rechts und so weit das auge reicht. es wird geguckt, geprüft, verhandelt, gekauft. alles relativ leise. es ist sehr beeindruckend. 
auf dem boden ist eine schicht fischwasser, durch die man watet. gewöhnungsbedürftig, so um 6 uhr morgens. gummistiefel wären angebracht gewesen. nun ja. beim nächsten mal. es ist auf jeden fall ein erlebnis, sich dieses treiben aus der nähe anzusehen, obwohl es auch ein bisschen krass ist, so viel fisch auf einem haufen zu sehen. ich war ein bisschen froh, dass fische keine laute von sich geben können, sonst wäre diese riesige halle voll mit lautem geschrei gewesen.
direkt am fischmarkt gibt es viele winzige sushi-restaurants. frischer als dort bekommt man es wohl nirgendwo. aber irgendwie war mir um 7 uhr morgens nicht nach sushi. das gab´s dann zum mittag! oishii!




Montag, 24. Mai 2010

Auf den Hund gekommen


die japaner lieben accessoires. es gibt tausend verschiedene haarreifen und schleifen und strümpfe und hüte und handyanhänger und und und. für männer und frauen. und für hunde. die hunde tragen t-shirts und schleifen und spängchen und verzierte halsbänder und umhänge und masken und und und. verrückt. die hunde, die ich bisher gesehen habe, sind nicht größer als große ratten und scheinen der letzte schrei zu sein. manchmal muss man zweimal hingucken, um zu realisieren, dass das da unten ein hund sein soll. wie dem auch sei. da es nicht nur hundeliebhaber auf dieser welt gibt, besitzen fahrstühle in tokyo oft einen hundeknopf. dieser muss gedrückt werden, wenn man mit seinem hund im fahrstuhl ist. der knopf leuchtet dann draußen in jedem stockwerk auf und signalisiert allen hundehassern und allergikern, dass ein kleiner kleffer mit an bord ist. man kann also in ruhe entscheiden, ob man im gleichen fahrstuhl fahren möchte oder lieber auf den nächsten wartet und erspart sich – dem hundeknopf sei dank – gegebenenfalls belästigt zu werden. etwas übertrieben. aber eigentlich superachi!

Samstag, 22. Mai 2010

chikatetsu (ubahn)



u-bahn faren ist in japan eine ziemlich organisierte und geräuschvolle angelegenheit. und wenn man nicht gerade in der rush hour fährt, dann bekommt man sogar einen platz. jede u-bahnstation hat ihre eigene melodie, die gedudelt wird, um zu signalisieren, dass nun bald die türen zugehen. ich stand auf diesem bahnhof, weil mein zug plötzlich nicht mehr weiterfuhr und alle aussteigen mussten. da ich die durchsagen nicht verstand, wartete ich einfach. und zum glück kam auch gleich eine neue u-bahn, die mich nach hause brachte.

Freitag, 21. Mai 2010

Its fantastic it's made out of plastic!

in japan kann man fantastisch essen. alles ist lecker und sehr schön zubereitet. und, um das leckere essen zu erhalten, muss man noch nicht einmal japanisch können. vor fast jedem restaurant oder imbiss gibt es perfekte nachbildungen aller speisen aus plastik, und so kann man genau sehen, was das restaurant zu bieten hat und wie groß die portionen sind. der preis steht auch gleich daneben. ich bitte die immer sehr freundliche bedienung zum plastikessen und zeige ihr, was ich gerne bestellen möchte. das klappt super. und das, was man dann serviert bekommt, sieht ziemlich genau so aus wie das plastikessen vor der tür. natürlich in lecker! für touristen ist das super praktisch. und wenn es kein plastikessen vor der tür gibt, so gibt es meistens speisekarten mit bildern, auf die man zeigen kann.
ich dachte, das plastikessen gäbe es vielleicht deshalb,  weil es in japan viele analphabeten gibt?! aber dem ist wohl nicht so. anscheindend gibt es in japan weniger als 1 % analphabeten, was ich sehr beeindruckend finde. 
das sogenannte "fake food" tauchte erstmals zur wende des 19. jahrhunderts auf. Die Idee war, den japanern, die von den neu eingeführten europäischen gerichten überfordert waren und nicht wussten, was sie bestellen sollten, eine Hilfestellung zu geben. nachdem das plastikessen bei den kunden super ankam, zogen auch andere restaurants nach. das "fake food" wird in einem sehr aufwendigen und teuren verfahren hergestellt. die modelle werden in mühsamer handarbeit aus kunststoff angefertigt. eine gekochte speise dient als vorlage, von der skizzen und fotos gemacht werden. dann gibt es einen silikonabdruck, so dass anschließend kunstoff darin ausgehärtet werden kann. und zum schluß wird das ganze noch naturgetreu angemalt. bis zu zwei jahren training braucht man wohl, um das plastikessen einwandfrei herstellen zu können. sugoi!!!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Hannibaline Lector

ich liebe es in fremden ländern durch kaufhäuser zu stromern, auf der suche nach kuriosem. heute war ich bei tokio hands. einem riesigen kaufhaus im stadtteil shibuya, in dem man auf 8 etagen vom regenschirm über schreibwarenartikel bis zum hundezubehör alles bekommt. ich konnte leider nicht genau herausbekommen, wofür genau diese tollen masken da sind, aber ich glaube, es soll einer schönen, straffen, faltenfreien haut dienen. oder doch irgendwelchen spielchen im schlafzimmer? oder zur abwehr von einbrechern? nichts genaues weiß man....

Mittwoch, 19. Mai 2010

Versuch Dein Glück!

vor dem berühmten asakusa tempel steht eine art orakelhäuschen. es besteht aus mehreren schubladen und einer blechbüchse mit loch, die mit stäbchen gefüllt ist. diese blechbüchse wird geschüttel, umgedreht und heraus kommt ein stäbchen, welches am oberen ende ein japanisches schriftzeichen hat. jede schublade hat ein eigenes zeichen, und so läuft man dann mit seinem orakelstäbchen von schublade zu schublade und versucht, das richtige zeichen zu finden. in der schublade befindet sich ein blatt, auf dem dann was tolles drauf steht. so dachte ich jedenfalls. auf meinem stand:

"no.66 bad fortune: when water and wave stay still long and don´t circulate all become dirty. flying birds drops off feathers, which means they got weakened. trouble will come to you repeatedly so our mind get confused, loosing the way what to do, having nothing to do. though it may look silent and peaceful, but as time passes by trouble, problem appear." 

na danke! der tag war gelaufen! das ging ja gar nicht! nachdem ich einige japaner gesehen hatte, die gleich mehrere orakelstäbchen aus der büchse gezogen hatten, investierte ich noch einmal 100 yen (ca. 80 Cent) und schüttelte die blöde blechdose erneut. 27 mal. mein geburtstag. an irgendetwas musste ich mich jetzt klammern. herraus kam folgendes:

"no9. best fortune: if you try to be famous, it will come out as you hope. for example, if you have three kinds of hopes, three will be completed. gods will come and where he points to, flowers and fruits grow timely. good fortune will come and it brings you happiness.
na, geht doch! 

hier noch ein paar infos:
der asakusa tempel, auch senso-jin genannt, befindet sich an der u-bahnstation asakusa und ist tokyos ältester und bedeutendster buddhistischer tempel. er stammt aus dem 7. jahrhundert. gleich wenn man durch das berühmte donnertor geschlüpft ist, an dem zwei 3,30 hohe und 100 kg schwere Lampions befestigt sind, wuselt es dort von tausenden japanern, die sich durch die kleinen engen gässchen drängen, welche dicht von kitschigen und noch kitschigeren läden gesäumt sind. ein souvenier und mitbringsel-paradies. zwischendrin kleine läden mit verschiedensten leckereien. 
auf dem tempelvorplatz drängen sich viele gläubige um ein großes weihrauch- bronzegefäß, um den reinigenden rauch einzuatmen. in der tempel-gebetshalle betet man um den beistand der barmherzigkeits-göttin kannon und wirft opfermünzen durch einen gitterrost.

Dienstag, 18. Mai 2010

schuh oder kein schuh, das ist hier die frage!

es war klar, dass ich früher oder später in ein japanisches fettnäpfchen treten würde, obwohl ich mir ganz fest vorgenommen habe, dass mir das möglichst nicht passiert: ich war shoppen. hatte ein paar klamotten zum anprobieren auf dem arm und war froh, eine umkleidekabine erwischt zu haben. ich also rein in die kabine. plötzlich hinter mir ein aufschrei, so, dass ich fast alle kleider hab´  fallen lassen. ich blickte in ein schreck verzerrtes gesicht und hörte die dauerhafte wiederholung: shoe, shoe, shoe!!!! ich war mit meinen schuhen in die umkleidekabine gegangen, was in japan gar nicht geht. ich weiß zwar, dass man schuhe grundsätzlich in wohnungen und oft auch im restaurant ausziehen muss. mir war aber nicht bewusst, dass dies auch für umkleidekabinen gilt. aber so ist es. also, schuhe aus!!! allerdings muss ich sagen, dass mir das prinzip "schuhe aus" noch nicht so ganz klar ist, denn in manchen situationen ist es nicht wirklich hygienischer, denn da stand ich nun, barfuß, in der umkleide, auf einem etwas klebrigen teppich, auf dem vor mir schon mindestens zwanzig millionen andere standen. konichiwa fußpilz!

Sonntag, 16. Mai 2010

elvis lebt...

....im yoyogi-park! gleich in der nähe der haltestelle harajuku in tokyo. also, dass die japaner so unglaublich zurückhaltend sind, stimmt nur bedingt, wie ich finde. sie sind zwar etwas distanziert, aber unglaublich höflich und hilfsbereit! sie tragen die abgefahrendsten klamotten (wenn sie nicht im anzug zur arbeit unterwegs sind) und spätestens am wochenende lassen sie ihre zurückhaltung gänzlich zuhause. im yoyogi-park, eine öffentliche parkanlage, die für alle gratis zugänglich ist, begegnet man den skurrilsten typen. ich habe japaner gesehen, die als weihnachtsmann und rentier verkleidet waren, als hasen und puppen. zwischendrin trifft man auf verschiedene musiker, die mit einem kleinen verstärker und mikrofon bewaffnet ihr bestes von sich geben. und gleich am eingang vom yoyogi-park – trifft man elvis! in mehrfacher ausführung. große und kleine elvisse. mit großen und kleinen tollen. gemeinsam legen sie, zu spontanen zeiten, eine tanzperformance hin und begeistern die menge, die in trauben um sie herum steht. toll! in der nächsten von menschen umringten gruppe tanzen petticoat-mädchen, genau wie die elvisse, zur rockabilly musik. es ist großartig! ich hätte ihnen stundenlang zusehen können.

Samstag, 15. Mai 2010

es gibt reis baby

ich liebe sushi! ich könnte es jeden tag essen. ich hatte mir vorgestellt, dass es in japan/tokyo an jeder ecke sushi gibt – aber das stimmt nicht ganz. viele restaurants bieten tempura, suppen und nudelgerichte an, aber nicht immer auch sushi. was es aber gibt, sind tolle kleine reis-sushi-snacks für zwischen-durch, die man im supermarkt für wenig geld bekommt und davon gesund satt wird. ein bisschen spannend ist noch die richtige ecke zu erwischen, weil ich die japanische beschreibung auf dem etikett nicht lesen kann, aber bisher gab es lachs, tunfisch und scharfe fischeier. lecker. 

Freitag, 14. Mai 2010

fashiontrend oder was?!

es ist kein fashiontrend. obwohl es vielleicht einer werden könnte. oder doch schon einer ist? die meisten sind weiß. hellblau und jeanslook habe ich auch schon gesichtet. manche sehen aus wie aus der serie grey´s anatomie, einige wie sackhalter, wieder andere wie unpraktische damen- oder mullbinden. die mundschutzmasken prägen das stadtbild tokios  und wirken etwas bedrohlich auf mich, weil man sich durch sie der vielen bazillen, die da so durch die luft schwirren, plötzlich sehr bewusst wird....doch während wir in deutschland diese masken hauptsächlich tragen würden, um uns selbst vor einer ansteckung zu schützen, denken die japaner an die anderen, die gemeinschaft, der man nicht schadet, und so tragen die japaner die masken vor allem, damit sie die anderen nicht anstecken. ich finde, wir können uns von dieser art zu denken eine scheibe abschneiden! 

Donnerstag, 13. Mai 2010

shibaura island












home sweet home. für die nächsten wochen habe ich das glück in einem der shibaura island tower zu wohnen. im 43. stock. 

hier ein paar infos:
shibaura island – gänzlich von einem kanal umflossen – ist ein relativ neuer stadtteil von tokio und liegt im bezirk minato-ku. früher stand hier einmal eine zuckerfabrik, die 2002 stillgelegt wurde. das durch die stilllegung freigewordene areal wurde einer städtebaulichen wiederbelebung unterzogen und so entstanden hier vier wohntürme mit 48 bis 49 geschossen für 10.000 menschen, sowie öffentliche einrichtungen wie kindertagesstätten, kliniken, ein senioren-treffpunkt, parkanlagen, geschäfte und lokale. 2008 wurde diese eigene kleine stadt in der stadt fertiggestellt. umgesetzt wurde das projekt vom japanischen architekturbüro Jun Mitsui. es ist ziemlich beeindruckend. die türme sind zwar nicht besonders hübsch, aber der ausblick ist atemberaubend!

Mittwoch, 12. Mai 2010

konichiwa tokyo

tokio ist riesig. 2 stunden vom flughafen in die stadt mit bahn und s-bahn. viele viele sehr graue häuser. große und kleine. viele saftig grüne reisfelder auf dem weg. also, wie jetzt noch mal ganz genau wächst der reis? 
bin beeindruckt vom japanischen WC. die brille ist beheizt und es gibt geräuscheknöpfe, die das geschäft übertönen sollen. sehr spaßig. habe alle knöpfe ausprobiert und unter anderem den sauber-mach-strahl erwischt. ein freihändiges bidet. sehr praktisch.
großartiger blick aus meinem fenster. skyline, brücke und das meer. hier werde ich mich wohlfühlen. 
morgen mehr....
oyasumi nasai!