ich liebe es in fremden ländern durch kaufhäuser zu stromern, auf der suche nach kuriosem. heute war ich bei tokio hands. einem riesigen kaufhaus im stadtteil shibuya, in dem man auf 8 etagen vom regenschirm über schreibwarenartikel bis zum hundezubehör alles bekommt. ich konnte leider nicht genau herausbekommen, wofür genau diese tollen masken da sind, aber ich glaube, es soll einer schönen, straffen, faltenfreien haut dienen. oder doch irgendwelchen spielchen im schlafzimmer? oder zur abwehr von einbrechern? nichts genaues weiß man....
Donnerstag, 20. Mai 2010
Mittwoch, 19. Mai 2010
Versuch Dein Glück!
vor dem berühmten asakusa tempel steht eine art orakelhäuschen. es besteht aus mehreren schubladen und einer blechbüchse mit loch, die mit stäbchen gefüllt ist. diese blechbüchse wird geschüttel, umgedreht und heraus kommt ein stäbchen, welches am oberen ende ein japanisches schriftzeichen hat. jede schublade hat ein eigenes zeichen, und so läuft man dann mit seinem orakelstäbchen von schublade zu schublade und versucht, das richtige zeichen zu finden. in der schublade befindet sich ein blatt, auf dem dann was tolles drauf steht. so dachte ich jedenfalls. auf meinem stand:"no.66 bad fortune: when water and wave stay still long and don´t circulate all become dirty. flying birds drops off feathers, which means they got weakened. trouble will come to you repeatedly so our mind get confused, loosing the way what to do, having nothing to do. though it may look silent and peaceful, but as time passes by trouble, problem appear."
na danke! der tag war gelaufen! das ging ja gar nicht! nachdem ich einige japaner gesehen hatte, die gleich mehrere orakelstäbchen aus der büchse gezogen hatten, investierte ich noch einmal 100 yen (ca. 80 Cent) und schüttelte die blöde blechdose erneut. 27 mal. mein geburtstag. an irgendetwas musste ich mich jetzt klammern. herraus kam folgendes:
"no9. best fortune: if you try to be famous, it will come out as you hope. for example, if you have three kinds of hopes, three will be completed. gods will come and where he points to, flowers and fruits grow timely. good fortune will come and it brings you happiness.
na, geht doch!
hier noch ein paar infos:
der asakusa tempel, auch senso-jin genannt, befindet sich an der u-bahnstation asakusa und ist tokyos ältester und bedeutendster buddhistischer tempel. er stammt aus dem 7. jahrhundert. gleich wenn man durch das berühmte donnertor geschlüpft ist, an dem zwei 3,30 hohe und 100 kg schwere Lampions befestigt sind, wuselt es dort von tausenden japanern, die sich durch die kleinen engen gässchen drängen, welche dicht von kitschigen und noch kitschigeren läden gesäumt sind. ein souvenier und mitbringsel-paradies. zwischendrin kleine läden mit verschiedensten leckereien.
auf dem tempelvorplatz drängen sich viele gläubige um ein großes weihrauch- bronzegefäß, um den reinigenden rauch einzuatmen. in der tempel-gebetshalle betet man um den beistand der barmherzigkeits-göttin kannon und wirft opfermünzen durch einen gitterrost.
auf dem tempelvorplatz drängen sich viele gläubige um ein großes weihrauch- bronzegefäß, um den reinigenden rauch einzuatmen. in der tempel-gebetshalle betet man um den beistand der barmherzigkeits-göttin kannon und wirft opfermünzen durch einen gitterrost.
Dienstag, 18. Mai 2010
schuh oder kein schuh, das ist hier die frage!
es war klar, dass ich früher oder später in ein japanisches fettnäpfchen treten würde, obwohl ich mir ganz fest vorgenommen habe, dass mir das möglichst nicht passiert: ich war shoppen. hatte ein paar klamotten zum anprobieren auf dem arm und war froh, eine umkleidekabine erwischt zu haben. ich also rein in die kabine. plötzlich hinter mir ein aufschrei, so, dass ich fast alle kleider hab´ fallen lassen. ich blickte in ein schreck verzerrtes gesicht und hörte die dauerhafte wiederholung: shoe, shoe, shoe!!!! ich war mit meinen schuhen in die umkleidekabine gegangen, was in japan gar nicht geht. ich weiß zwar, dass man schuhe grundsätzlich in wohnungen und oft auch im restaurant ausziehen muss. mir war aber nicht bewusst, dass dies auch für umkleidekabinen gilt. aber so ist es. also, schuhe aus!!! allerdings muss ich sagen, dass mir das prinzip "schuhe aus" noch nicht so ganz klar ist, denn in manchen situationen ist es nicht wirklich hygienischer, denn da stand ich nun, barfuß, in der umkleide, auf einem etwas klebrigen teppich, auf dem vor mir schon mindestens zwanzig millionen andere standen. konichiwa fußpilz!
Sonntag, 16. Mai 2010
elvis lebt...
....im yoyogi-park! gleich in der nähe der haltestelle harajuku in tokyo. also, dass die japaner so unglaublich zurückhaltend sind, stimmt nur bedingt, wie ich finde. sie sind zwar etwas distanziert, aber unglaublich höflich und hilfsbereit! sie tragen die abgefahrendsten klamotten (wenn sie nicht im anzug zur arbeit unterwegs sind) und spätestens am wochenende lassen sie ihre zurückhaltung gänzlich zuhause. im yoyogi-park, eine öffentliche parkanlage, die für alle gratis zugänglich ist, begegnet man den skurrilsten typen. ich habe japaner gesehen, die als weihnachtsmann und rentier verkleidet waren, als hasen und puppen. zwischendrin trifft man auf verschiedene musiker, die mit einem kleinen verstärker und mikrofon bewaffnet ihr bestes von sich geben. und gleich am eingang vom yoyogi-park – trifft man elvis! in mehrfacher ausführung. große und kleine elvisse. mit großen und kleinen tollen. gemeinsam legen sie, zu spontanen zeiten, eine tanzperformance hin und begeistern die menge, die in trauben um sie herum steht. toll! in der nächsten von menschen umringten gruppe tanzen petticoat-mädchen, genau wie die elvisse, zur rockabilly musik. es ist großartig! ich hätte ihnen stundenlang zusehen können.
Samstag, 15. Mai 2010
es gibt reis baby
ich liebe sushi! ich könnte es jeden tag essen. ich hatte mir vorgestellt, dass es in japan/tokyo an jeder ecke sushi gibt – aber das stimmt nicht ganz. viele restaurants bieten tempura, suppen und nudelgerichte an, aber nicht immer auch sushi. was es aber gibt, sind tolle kleine reis-sushi-snacks für zwischen-durch, die man im supermarkt für wenig geld bekommt und davon gesund satt wird. ein bisschen spannend ist noch die richtige ecke zu erwischen, weil ich die japanische beschreibung auf dem etikett nicht lesen kann, aber bisher gab es lachs, tunfisch und scharfe fischeier. lecker.
Freitag, 14. Mai 2010
fashiontrend oder was?!
es ist kein fashiontrend. obwohl es vielleicht einer werden könnte. oder doch schon einer ist? die meisten sind weiß. hellblau und jeanslook habe ich auch schon gesichtet. manche sehen aus wie aus der serie grey´s anatomie, einige wie sackhalter, wieder andere wie unpraktische damen- oder mullbinden. die mundschutzmasken prägen das stadtbild tokios und wirken etwas bedrohlich auf mich, weil man sich durch sie der vielen bazillen, die da so durch die luft schwirren, plötzlich sehr bewusst wird....doch während wir in deutschland diese masken hauptsächlich tragen würden, um uns selbst vor einer ansteckung zu schützen, denken die japaner an die anderen, die gemeinschaft, der man nicht schadet, und so tragen die japaner die masken vor allem, damit sie die anderen nicht anstecken. ich finde, wir können uns von dieser art zu denken eine scheibe abschneiden!
Donnerstag, 13. Mai 2010
shibaura island
home sweet home. für die nächsten wochen habe ich das glück in einem der shibaura island tower zu wohnen. im 43. stock.
hier ein paar infos:
shibaura island – gänzlich von einem kanal umflossen – ist ein relativ neuer stadtteil von tokio und liegt im bezirk minato-ku. früher stand hier einmal eine zuckerfabrik, die 2002 stillgelegt wurde. das durch die stilllegung freigewordene areal wurde einer städtebaulichen wiederbelebung unterzogen und so entstanden hier vier wohntürme mit 48 bis 49 geschossen für 10.000 menschen, sowie öffentliche einrichtungen wie kindertagesstätten, kliniken, ein senioren-treffpunkt, parkanlagen, geschäfte und lokale. 2008 wurde diese eigene kleine stadt in der stadt fertiggestellt. umgesetzt wurde das projekt vom japanischen architekturbüro Jun Mitsui. es ist ziemlich beeindruckend. die türme sind zwar nicht besonders hübsch, aber der ausblick ist atemberaubend!
Mittwoch, 12. Mai 2010
konichiwa tokyo
tokio ist riesig. 2 stunden vom flughafen in die stadt mit bahn und s-bahn. viele viele sehr graue häuser. große und kleine. viele saftig grüne reisfelder auf dem weg. also, wie jetzt noch mal ganz genau wächst der reis?
bin beeindruckt vom japanischen WC. die brille ist beheizt und es gibt geräuscheknöpfe, die das geschäft übertönen sollen. sehr spaßig. habe alle knöpfe ausprobiert und unter anderem den sauber-mach-strahl erwischt. ein freihändiges bidet. sehr praktisch.
großartiger blick aus meinem fenster. skyline, brücke und das meer. hier werde ich mich wohlfühlen.
morgen mehr....
morgen mehr....
oyasumi nasai!
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